Sonntag, 3. Juli 2016

Stacheldraht für Battlegroup


Um die Zeit zu nutzen, bis ich die Armbrustschützen matt lackieren kann (ich gebe dem Glanzlack immer min. 24h Zeit wirklich durchzutrocknen), habe ich mich mal hingesetzt und geschaut, wie ich mir Stacheldraht für entsprechende Basen bauen kann, der auch einigermaßen nach Stacheldraht ausschaut.

Oft sieht man auf Fotos entsprechender Modelle Draht, der mit dünnerem Draht umwickelt ist, was mir persönlich nicht so zusagt.
Es gibt natürlich aus dem Dioramenbau entsprechend geätzten Stacheldraht, der echt Top aussieht - aber einerseits ist der meist in 1:32 gehalten und andererseits nicht gerade das, was man ein Schnäppchen nennen würde, wenn man Mengen davon benötigt, die über ein Diorama hinausgehen.

Dünne Drahtlitze habe ich für den Baumbau in ordentlicher Menge, was lag also näher, als mal verschiedene Möglichkeiten auszutesten.

Version 1:

Aus einem Lattenrest und ein paar Nägeln fix ein Werkzeug gezimmert, Längs- und Querdrähte (letztere im Abstand von je 1cm) gespannt und verlötet.
Nach Auftrennen habe ich eine Bahn so gelassen und lediglich die Querdrähte gekürzt, bei der anderen Bahn die Querdrähte vor dem Kürzen noch um den Hauptdraht gewickelt:


Version 2:

Aus einem 80cm langen ehemaligen Regalbrett entstand das 2. Werkzeug - hier habe ich nur 2 etwa 5cm hohe Holzreste an den Enden angeschraubt und je 1 Nagel eingeschlagen, um die der Hauptdraht gewickelt wird; die Querdrähte habe ich dann einzeln auf diesen aufgewickelt und erst später dann in Position geschoben und verklebt.
Das hört sich aufwendig an (ist es auch), aber das kann man gut z.B. vor dem Fernseher machen, wenn man mal keine Lust hat, am Maltisch zu hocken - zumindest bei Version 2 ;-)



Und hier mal ein Foto der gestrigen Ausbeute:


Die oberen beiden Drähte sind Version 1 - ganz oben verlötet und anschließend gewickelt, Mitte nur verlötet. Der untere längere Draht stammt aus Version 2.

Fazit:

Version 2 gefällt mir am besten und kommt auch dem Vorbild meines Erachtens nach am nächsten und bietet darüberhinaus den Vorteil, daß man hier ganz gut ohne Werkzeug (Lötstation) und ungebunden vom Maltisch arbeiten kann.
Für den Hauptdraht bin ich allerding von Litze zu 0,8mm Draht gewechselt (siehe Foto von Version 2), wirkt m.E. noch harmonischer.

Ich baue gerade einen Drahtverhau als Testversion um zu sehen, wie das Ganze dann als fertiges und bemaltes Modell wirkt, mehr dann nach Fertigstellung.

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