Saturday, March 25, 2017

Abyssinia Crisis: Mehal Sefari, 1st Half-Platoon

Done!
The first of the two half-platoons for my Mehal Safari is finally finished, the 2nd half-platoon is ready for the brush and is already scratching impatiently with the hooves.

Here is the first section of the 1st Half-Platoon, all infantry with rifles:

And the 2nd section, 6 infantrymen with rifles plus an LMG section:


A few pictures of converted figures


With these figures, the conversion is limited purely to a head swap, which is sometimes easier and sometimes more difficult.
For the figures with wrapped rolled-up cover, the figures with rifle at the ready and especially the combination of both, the sawing off of the old heads is sometimes quite tricky, if the newly placed head should not look unnatural and details should not be damaged - but ultimately more a question of time and the right tools (cue watchmaker saw bow and saw blades), than pure skill.

The heads used are either from Woodbine, or from the Perrys' Sudan box, the figures from Copplestone, or Empress Miniatures.

Here said figures in detail, where you just have to take your time to adjust the heads:


The biggest conversion effort was for the LMG section, for which I used figures from Brigade Models WW1 series with Lewis MMG (which was still used by the LRDG in WW2 because it was so reliable).

The main problem here is that the Abyssinians were not allowed to wear shoes, so here was the biggest conversion effort, heads only because of the greater variety.

Again, said Perry box came just in time.
The left magazine carrier lost his feet below the gaiters and got new ones fitted, which I then glued individually to the legs and base in a pinned manner to ensure the appropriate stability (all heads are also pinned accordingly, of course).

The gunner with the Lewis-LMG got completely new legs including base. I was able to find a figure in the box with almost perfectly fitting legs, the wide pants of the gunner were milled out until just a narrow edge was left and the new legs (both pinned of course) were fitted afterwards with some Greenstuff.
The 2nd wearer then got a different head in addition to fitted legs.

Friday, March 24, 2017

Basegestaltung: Grasbüschel in verschiedenen Größen und Farben

Da mein Vorrat an Grasbüscheln einerseits zur Neige geht und ich andererseits für meine Abessinier eher ausgeblichenes/vertrocknetes Gras brauche, konnte ich direkt weitere Tests mit meinem neuen Begrasungsgerät angehen und andererseits testen, ob ich 12mm lange Grasfasern noch verarbeiten kann.

Auf gehts also zum Gartenbau.

Hier die Ausbeute des gestrigen Abends; aus Testgründen habe ich die 12mm Fasern ungemischt verarbeitet, ansonsten habe ich Grasfasern aus den unterschiedlichsten Farben und in Größen von 4,4 bis 10mm gemischt, was nach meinem empfinden am natürlichsten wirkt (im Hintergrund sind die Jungs zu sehen, für deren Basen die Büschel u.a. bestimmt sind)


Hier eine Detailansicht der Büschel aus den 12mm langen Grasfasern (die hinteren Büschel mittig, direkt vor den Figuren).


Mein neuer elektrostatischer Begraser kann diese Länge noch prima verarbeiten, allerdings klappt das nicht mehr mit dem Gemisch aus Weißleim und Fließverbesserer (Mundwasser, Spülmittel etc.), das ich normalerweise benutze - zum Einen fallen die Fasern im Leim anfangs zu schnell um, zum Anderen bleibt er nicht lang genug offen, um wirklich dichte Büschel zu bekommen - für solche Fälle benutze ich den etwas teureren Beflockungsleim von Heki, der beide Probleme löst.

Zum Abschluß verwandelten sich einige wenige Grasbüschel dann noch in blühende Sträucher/Blumen - das bunte Beflockungsmaterial ist selbst gefärbt, um hier eine große Farbvielfalt zur Verfügung zu haben.

Monday, March 13, 2017

Abyssinia Crisis: Mehal Safari - Conversions Part 3

After little activity here lately, I'm continuing with the platoon for my Mehal Sefari.
Even though I didn't have much time for the hobby during the last months due to my job, I was able to finish painting the 1st section, which is now only waiting for its bases, and also finish the conversions and adjustments for all figures to complete the platoon.

What will follow soon is the freestyle - for the options I still need a MMG and a 20mm autocannon, which is almost mandatory due to the lack of other options, namely to crack enemy tanks, and I'm also toying with a FT-17, which would then be usable for my Mehals as a Fiat 3000, as well as in all early war scenarios for the French etc.

Here is an overview of the Platoon, ready for the brush:

The rebuilt Zanzibars from Copplestone Miniatures fit perfectly with the original Abyssinians from Empress as you can see, the rebuilt Italian Askari from Empress anyway.
Heads are from Woodbine; in the background the first finished painted section.


Below are some close-up photos of the individual sections:




The Leaders are entirely from Empress, as is the Standard Bearer from the Abyssinian Youth - he already represents an option (due to the flag, the section he is assigned to can ignore one Shock Point per phase).

The color scheme is also in place so far; the uniform jackets/tops will be the same faded shade of green, guaranteeing a reasonably uniform look, despite the many intentional differences in the figures.

To make it easier to assign them to the individual sections, the 1st section of the 1st half-platoon will be painted with white pants/leggings (already done) and for its 2nd section with gray instead of white; correspondingly for the 2nd half-platoon with faded khaki for its first section, for the 2nd section I will use a brown shade.

Saturday, March 4, 2017

Spielbericht: Chain of Command - Lybien 1942, Patrouillengefecht im Vorfeld von Bir Hakeim

Letzten Freitag war es endlich wieder soweit, die Zeichen standen auf Grün und wir konnten uns an eine Partie Chain of Command machen.
2 absolute Anfänger unter Spielleitung von Pedivere führte Deutsche (Simon) und Franzosen (meine Wenigkeit) ins Gefecht.

Zur Verfügung hatten wir Wüsten-Franzosen und deutsche Panzergrenadiere, wir haben also das Beste draus gemacht und uns ein Stückchen lybischer Wüste als Tummelplatz ausgesucht - bei den Franzosen war es kein Problem, sie als Teil der 1. Brigade der Freien Franzosen einzustufen, die Deutschen waren dann einfach frisch eingetroffene Verstärkung, denen man noch keine Tropen-Ausrüstung verpassen konnte.

Ausgangslage:
Ende Mai 1942 tritt das Afrikakorps mit den italienischen Verbündeten zum Angriff auf die britischen Stellungen der Gazala-Linie an, deren südlichste Stellung das ehemalige Wüstenfort von Bir Hakeim bildet, das von der 1. Free French Brigade verteidigt wird.

Im Vorfeld schicken beide Seiten kampfstarke Patrouillen aus (Szenario: Patrol), die auch bald aufeinander treffen und schnell in erbitterte Kämpfe verwickelt werden sollten.
Auf deutscher Seite handelt es sich um ein reines Infanterie-Platoon, welches durch ein schweres MG unterstützt wird, bei den Franzosen um ein Platoon des 24th Colonial Infantry Regiment, das als Support einen FO einer 8,1cm Mörserbatterie zugeteilt bekommt.

Zu Gefechtseröffnung (Patrol Phase) arbeiten sich die Spähtrupps beider Seiten aneinander vorbei, ehe sie in Gefechtsentfernung kommen, so daß sich das eigentliche Gefecht dann in Ost-West-Richtung abspielen wird,

Das Gefechtsfeld vom Norden her gesehen.

Obwohl die Kampfmoral der deutschen überraschenderweise niedriger als die der Franzosen (gewürfelte Force Moral 7 bei den Deutschen, 9 bei den Franzosen) ist, die alles daran setzen zu zeigen, daß auch nach der Kapitulation ihres Mutterlandes mit ihnen zu rechnen ist, können die Grenadiere immer wieder das Heft des Handelns an sich reißen (das Spiel dauerte ca. 12 Phasen, von denen 8 den Deutschen gehörten, da Simon es wieder und wieder schaffte, mit seinen Command Dice zwei Sechsen zu würfeln, was bei CoC bedeutet, daß man nach der aktuellen auch noch die nächste Phase spielen kann).

Die Deutschen besetzten die Wegkreuzung im Canyon mit ihrem sMG, den nördlichen Abschnitt mit einer Sektion und die südliche Linie letztlich mit 2 Sektionen, wo dann auch der Hauptkampf stattfinden sollte, während die Grenadiere im Norden in Ruhe eine Kippe nach der anderen rauchen konnten.

Die Deutschen konnten im Norden bereits eine Sektion und das sMG in Stellung bringen, im Süden eine weitere Sektion, während auf französischer Seite bis dahin nur eine Sektion und der FO der Mörserbatterie aufmarschieren konnten.
Der südliche Abschnitt in Nahaufnahme

Die Franzosen hatten ihre VB-Launcher zu einem Team zusammen gefaßt, was sich letztlich als spielentscheidend herausstellen sollte und hinter felsigem Gelände in guter Deckung in Stellung gebracht, der FO suchte Deckung hinter Büschen, von wo aus er und sein Team gute Sicht auf die anrückenden Gegner hatte.

Grenadiere in Stellung, bereit das Feuer zu eröffnen
Und hier ihrer unmittelbaren Gegner, die die den Grenadieren gegenüberliegende Buschreihe erreichen wollen.

Die erste Sektion der Franzosen versuchte ebenfalls eine Heckenlinie im Süden zu erreichen, um hier eventuelle Vorstöße des Gegners abweisen zu können.
Fatalerweise erfolgte das nicht im Sprint, sondern normalen Laufschritt (1W6 normale Bewegung, bei einem Sprint kann man 2W6 werfen, könnte dann allerdings nicht mehr feuern) und die beiden MG34 der schon in Stellung gegangenen Grenadiere machten kurzen Prozeß, da sich für sie der anrückende Gegner im freien Feld ohne jegliche Deckung befand.
Zum Ausgleich konnten die VB einige Treffer bei den Deutschen erzielen, so daß sich im Verlauf des Gefechtes sich bei ihnen kontinuierlich Verluste und Schock aufbauten.

Die VB-Launcher gehen in Stellung, während von der Infanterie-Sektion nur noch klägliche Reste die anvisierte Deckung erreicht haben.

Inzwischen hatte auch die 2. deutsche Sektion den südlichen Abschnitt erreicht, rückte vor und mußte Verluste durch Gewehrgranaten hinnehmen und nun forderte der FO der Franzosen Mörserfeuer an, deren ranging Shot allerdings dermaßen weit abwich, daß der Aufschlag nicht sichtbar war (Off-Table).

Inzwischen ist eine weitere Grenadier-Sektion eingetroffen ...

Mittlerweile war die 1. Sektion der Franzosen inkl. Caporal durch die Grenadiere vernichtet worden und die Lage sah für diese im Allgemeinen übel aus - die Moral der Truppe war durch die erlittenen Verluste angeschlagen (Force Moral von 9 auf 7 gesunken) und die Initiative lag vollkommen auf deutscher Seite, so daß die noch in Reserve liegenden 2 Sektionen nicht auf das Gefechtsfeld gebracht werden konnten.
Immerhin lag die nächste Mörsersalve voll im Ziel (gewürfelte 11), allerdings gab es auf deutscher Seite nur wenige Verluste und auch ansonsten zeigten sich die Grenadiere völlig unbeeindruckt von dieser Salve (keinerlei Schock erzielt).
Die Grandiere wollten aber ihr Glück nicht weiter herausfordern und gingen zum Sturmangriff auf das Team der FO los.
Ein paar Handgranaten, ein Hurra und ein weiteres französisches Team hatte sich in Luft aufgelöst, die Gesichter der Franzosen wurden länger und länger (Force Moral sinkt auf 6).

... und beide gehen zusammen zum Angriff vor. Die französische Infanterie-Sektion ist bereits ausgeschaltet, deren Offizier wird ihr gleich folgen und auch das Team des FO sieht das Unheil schon kommen.

Zum Glück erzielten die Gewehrgranaten Verlust auf Verlust und so langsam schmolzen auch die Sektionen der Grenadiere in der brennenden Sonne dahin und endlich traf ersehnte Verstärkung für die Franzosen ein - eine volle Sektion ging auch sofort zum Angriff über und die Grenadiere, die eben noch den FO der Mörser ausgeschaltet hatten, brachen nun zusammen und traten den Rückzug in ihre Ausgangsstellung an (nach den Verlusten hatte sich doppelt soviel Schock angesammelt, wie noch an Figuren vorhanden waren).

Die heißersehnte Infanterie-Verstärkung ist endlich eingetroffen und hat mit gutgezieltem Feuer den deutschen Angriff zurück geworfen.
Und hier aus Sicht der Deutschen.
Nahaufnahme der im entscheidenen Moment eingetroffenen Infanteristen der 24sten

Um das Heft des Handelns zu behalten, ging der deutsche Kommandeur volles Risiko - er sammelte zusammen mit dem Adjutanten die Sektion, nutzte aber nicht alle Möglichkeiten dafür, weil er sofort wieder den Gegner unter Feuer nehmen wollte (der Adjutant hatte 2 Aktionen zur Verfügung, der Junior Leader der Sektion ebenso, es wurden aber nicht alle zum Abbau von Schock genutzt, um noch feuern zu können).

Dies sollte sich als Fehler herausstellen, denn die durch die Verluste und Schock geschwächte Salven der beiden lMG stellte sich als mehr oder weniger wirkungslos heraus.
Im Gegenzug erzielten französische Karabiner, lMG und wiederum Gewehrgranaten eine verheerende Wirkung, der neben weiteren Grenadieren auch die beiden Kommandeure zum Opfer fielen.
Die Moral der Deutschen sank schlagartig auf 0 und es mußte umgehend der Rückzug angetreten werden, um die Überlebenden sammeln und ein anderes Mal in den Kampf führen zu können (durch den Verlust der kompletten Sektion, eines Junior Leaders und des Adjutanten sank die Force Moral der Grenadiere auf 0).

Die Deutschen im Süden sind vertrieben, die intakte Sektion im Norden muß zusammen mit dem sMG das Gefechtsfeld aufgeben.

Ein wirklich spannendes Spiel, das nach etwa 2 Stunden beendet war.
Das ging schon mit der Patrolphase los, bei der in CoC ja über die eigentlichen Startpunkte (Jumpoff Points) entschieden wird.
Ich hatte geplant, Simon im südlichen Teil nur hin zu halten, da er dort über sehr viel freies Feld hätte angreifen müssen und den Schwerpunkt auf den nördlichen Teil zu legen, wo dann ja auch die eigentlichen Kämpfe stattfanden, wobei ich eine Sektion die ersten Phasen in Reserve lassen wollte.
Aber wie heißt es so schön - ein Plan hält genau so lange, bis der erste Schuß fällt.

Bei CoC sollte man bedenken, daß die Verteilung der Phasen nicht fest eingeteilt ist, sondern durch entsprechende Würfe extrem variieren kann - in dem Falle hat Simon eigentlich immer mindestens 2 Sechsen geworfen, so daß nach Ende seiner Phase er sofort erneut am Zug war.
Das bedeutete schlicht und ergreifend, daß ich kaum reagieren, geschweige den agieren konnte - letztlich gehörte dann eine Menge Glück dazu, das Spiel noch zu drehen, welches eigentlich schon zu Gunsten von Simon entschieden war.

Glück in der Liebe kann ich die nächsten Monate wohl vergessen *gg*

Sunday, October 30, 2016

Abyssinian Crisis: Mehal Sefari - just some test figures

In order to approach the rendering of the skin colors found in Ethiopia, which in the original range from dark brown to reddish skin tones, I did some tests with different color and wash combinations, and after finding some schemes that worked well, I wanted to test the effect on fully painted figures.

So I painted some figures, choosing a uniform color scheme for clothing etc. so that the effect of the skin color would also be in the foreground.

In the end, I decided on 4 figures where I was most convinced by the skin color compared to the prototype photos and which I will use in this way.



For the bases I used self-sifted sand, tinted with different shades of sand and washes, self-dyed and chopped flock that I still brushed with a faded shade of green, and the grass tufts I made with my electrostatic flock master from a mixture of brownish 2mm, 4.5mm late autumn, and 8mm straw-colored grass fibers.

Sunday, October 16, 2016

Abyssinian Crisis: 1st Half-Platoon Mehal Sefari - Conversions Part 2

As it turned out, the Wolseley helmets of Perry unfortunately do not fit to the figures of Copplestone and Empress - the Perry figures and accordingly their helmets are simply too delicate and do not look suitable on the filed heads.
This can be seen well on the photos of part 1, so I started again from scratch.

The basic problem with the figures of regular Ethiopian units is that, in theory, the majority wore European-style uniforms, but the wearing of shoes was forbidden, except for a few officers.
It was believed that shoes would reduce the mobility of Ethiopian soldiers.

I already presented the possible figures in part 1 - the boys became completely headless for a short time and then got heads fitted by Woodbine, in the majority such with the Wolseley helmet - here is a selection:


The additional carrier of the spare magazines for the Lewis-LMG I had already shown in part 1, on him I accordingly only shaped the belt and modeled the closure of the lower magazine pocket.

On the two original Lewis Gunners I amputated the legs underneath the shorts and the leg wraps and replaced them with suitably machined plastic legs from the Perrys' Sudan box - quite a fiddly job, but more convincing in terms of appearance than filing off the shoes and carving in toes.


With this I have enough converted and original figures for a complete platoon including two LMGs and can concentrate completely on painting for the next time.

As soon as the platoon is finished, the options like MMG and LMG on truck will be added, which will again require a lot of conversion work, since there are logically no finished models.
But I already have some suitable conversion candidates in mind.

Saturday, October 8, 2016

Zeitreisen: Deutsches Panzermuseum Munster

Im Sommer in kühlen Museumshallen unterzutauchen, um der Hitze zu entfliehen und dabei noch etwas für die eigene Bildung tun - für mich und meine Tochter war das in den Sommerferien verlockend genug, um uns auf die Fahrt gen Norden zum Panzermuseum Munster aufzumachen.
Und die letzten Tage hatte ich Muße, die Fotos zu sortieren und nachzubearbeiten.

Die Kombination aus schönem Wetter und Sommerferien sollte sich dann in Munster als durchaus zwiespältig Fotojäger erweisen - das Museum war gerammelt voll mit Besuchern aus ganz Europa, den Streckenrekord dürften sich an diesem Tag die Schweden gesichert haben, aber auch Briten, Belgier und vor allem Niederländer waren zahlreich vertreten.
Im Prinzip war es deshalb auch meist unmöglich, vor allem die absoluten Publikumsmagneten wie den Tiger und den Königstiger ohne Personen aufs Bild bannen zu können - da sollte man einen Munster-Besuch besser außerhalb der Ferien planen.

Im Vergleich zu meinem letzten Besuch vor ca. 10 Jahren hat sich unglaublich viel getan, nicht nur was die vergrößerte Sammlung betrifft, sondern auch deren Präsentation - die Fahrzeuge selbst stehen im Mittelpunkt, die Hintergrundinformationen sind angenehm unaufdringlich und es fehlt vor allem der erhobene Zeigefinger, den scheinbar viele Museen leider als ihre Hauptaufgabe sehen.
Klar, diese Informationen sind notwendig und wichtig, sollten aber nicht zum Hauptzweck werden, man kann und darf den Besuchern durchaus ein Mindestmaß an Mündigkeit zutrauen - und Munster macht das.

Vor dem Museum ein "kleines" Diorama - ein Leo verladen auf einem Schwerlastwagen Gattung SSyl der DB vor einer Verladerampe; solche Schwerlastwagen datieren schon auf die Zeiten der DR, wie man an den Diamond-Drehgestellen gut sehen kann.

Den Anfang des Rundganges machen Panzer vom Ende des 1. Weltkrieges und der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, ein Blickfang ist natürlich hier der in eine Landschaftsszene gesetzte Nachbau eines A7V - das Ding könnte man fix auch in ein Wochenend-Häuschen umbauen, ich kann darin trotz meiner 1,94m locker stehen.

Weiter gehts mit einem Renault FT-17 und einem Leichter Kampfwagen LK II, der mir vorher noch nie untergekommen war.


Als nächstes folgt ein Panzerkampfwagen 38(t)


Auch Fahrzeuge des Afrikakorps sind in der Sammlung von Munster vertreten - und nicht nur Panzer!



Und hier kommt der Publikumsliebling so ziemlich aller Besucher, wenn man mal die Umlagerung als Maßstab nimmt - hier ein Bild ohne Besucher hinzubekommen erfordert Geduld und vor allem Gelassenheit. Gerade wenn man denkt: "Jaaa, endlich freie Sicht!" ... latscht garantiert wieder irgend eine Schnarchnase vor die Linse und beim 4. Versuch war ich kurz vor einem Blutsturz ...
Wie auch immer - hier ist er, der Panzerkampfwagen VI "Tiger"

Einer der unmittelbaren Nachbarn ist nicht weniger berühmt, aber deutlich weniger gefürchtet - zumindest habe ich bisher nur von Tiger-, nicht aber von einer Panther-Fear gelesen, obwohl er von vielen Experten für die/eine der besten Panzerentwicklungen des Krieges gehalten wurde.
Nicht umsonst hat die französische Armee den Panther noch Jahre nach dem Kriegsende selbst eingesetzt.

An diesem Tag hatte das Kätzchen allerdings Magengrummeln, jedenfalls mochte es motormäßig nicht zum Leben erweckt werden und bedurfte mehrere Veterinäre, die Hand anlegten , um das Wehwechen zu kurieren.

Als nächstes einige Jagdpanzer - vom StuG, über den Jagdpanzer IV, Jagdpanzer 38(t) Hetzer, Jagdpanther hin zu einem sowjetischen SU-100 und einem britischen Achilles, der auf einem M10 basiert, aber mit dem deutlich potenteren 17-Pounder ausgestattet ist.






Auch von den Alliierten sind viele der bekannten Baureihen in der Sammlung des Panzermuseums vorhanden - u.a. ein T35-85, Comet und ein Sherman M4A1 (76mm).



Neben vielen weiteren beeindruckenden Fahrzeugen kann Munster u.a. auch mit einem Panzerkampfwagen VI Ausf. B Tiger II und vor allem einem extrem seltenen Sturmpanzer VI aufwarten, auch als Sturmmörser Tiger bekannt, meist aber kurz als Sturmtiger bezeichnet.


Aber auch die Fahrzeugsammlung der Nachkriegsjahre ist hochinteressant und umfaßt sowohl Fahrzeuge der Bundeswehr, der NVA, sowie NATO etc., dabei einige Exoten.

Die Briten hatten vor allem an ihre Besatzungen gedacht und ein umfangreiches Packsystem an den Panzern, damit kann man auch mal zum Camping aufbrechen *gg*

Breiten Raum nehmen natürlich die diversen Versionen des Kampfpanzer Leopard ein, neben moderneren Varianten ist auch einer der Prototypen zu sehen, genauer ein Kampfpanzer Standard Prototyp 2

Hier ein Leopard 1 A1A4 und ein M41 Walker Bulldog:


Die NVA ist u.a. mit einem T54AM, einem T55 AM2B, Schwimmpanzer PT-76 und einem BMP-1 vertreten.




Wem der Begriff "gläserner Panzer" nichts sagt, dem kann in Munster auch geholfen werden.

Und hier ein extrem interessantes Exemplar der Munster-Sammlung: ein Panzer mit Ladetrommeln, in dem Falle ein Kürassier.
Das sich das Konzept letztlich nicht durchgesetzt hat lag u.a. am Wiegeturm - die Dinger waren einfach nicht zu 100% dicht zu bekommen und damit waren sie sehr viel anfälliger gegen Einsätze von ABC-Waffen.

Hier noch weitere Beispiele - insgesamt ist die Sammlung viel zu umfangreich, als daß man von jedem Fahrzeug ein Bild zeigen könnte.
Auf dem letzten Bild ist ein Kanonenjagdpanzer, auch Jagdpanzer Kanone 90 mm oder Kanonenjagdpanzer 4–5 genannt, auf dem Freigelände des Panzermuseums zu sehen - Ähnlichkeiten mit dem Jagdpanzer IV kann er nicht verleugnen, wie im Vergleich mit dem Bild weiter oben klar zu sehen ist.



Zum Schluß noch ein Bild meiner mich von kleinauf in jedes Museum begleitenden Tochter, locker an einen Leo gelehnt.

Ich kann nur jedem, der sich auch nur im entferntesten für Panzertechnik interessiert den Besuch des Deutschen Panzermuseums in Munster wärmstens empfehlen - lohnt sich immer und in jedem Falle!

Konzept und Sammlungs-Schwerpunkte empfinde ich als absolut gelungen, viele Exponate sind sogar einzigartig - aber plant ausreichend Zeit ein, unter 3 Stunden kommt man da nicht raus, wenn man sich alles in Ruhe anschauen möchte.
Und wie gesagt - sollen Bilder ohne Menschenmengen geschossen werden, fahrt außerhalb der Ferien hin ;-)