Sunday, October 30, 2016

Abyssinian Crisis: Mehal Sefari - just some test figures

In order to approach the rendering of the skin colors found in Ethiopia, which in the original range from dark brown to reddish skin tones, I did some tests with different color and wash combinations, and after finding some schemes that worked well, I wanted to test the effect on fully painted figures.

So I painted some figures, choosing a uniform color scheme for clothing etc. so that the effect of the skin color would also be in the foreground.

In the end, I decided on 4 figures where I was most convinced by the skin color compared to the prototype photos and which I will use in this way.



For the bases I used self-sifted sand, tinted with different shades of sand and washes, self-dyed and chopped flock that I still brushed with a faded shade of green, and the grass tufts I made with my electrostatic flock master from a mixture of brownish 2mm, 4.5mm late autumn, and 8mm straw-colored grass fibers.

Sunday, October 16, 2016

Abyssinian Crisis: 1st Half-Platoon Mehal Sefari - Conversions Part 2

As it turned out, the Wolseley helmets of Perry unfortunately do not fit to the figures of Copplestone and Empress - the Perry figures and accordingly their helmets are simply too delicate and do not look suitable on the filed heads.
This can be seen well on the photos of part 1, so I started again from scratch.

The basic problem with the figures of regular Ethiopian units is that, in theory, the majority wore European-style uniforms, but the wearing of shoes was forbidden, except for a few officers.
It was believed that shoes would reduce the mobility of Ethiopian soldiers.

I already presented the possible figures in part 1 - the boys became completely headless for a short time and then got heads fitted by Woodbine, in the majority such with the Wolseley helmet - here is a selection:


The additional carrier of the spare magazines for the Lewis-LMG I had already shown in part 1, on him I accordingly only shaped the belt and modeled the closure of the lower magazine pocket.

On the two original Lewis Gunners I amputated the legs underneath the shorts and the leg wraps and replaced them with suitably machined plastic legs from the Perrys' Sudan box - quite a fiddly job, but more convincing in terms of appearance than filing off the shoes and carving in toes.


With this I have enough converted and original figures for a complete platoon including two LMGs and can concentrate completely on painting for the next time.

As soon as the platoon is finished, the options like MMG and LMG on truck will be added, which will again require a lot of conversion work, since there are logically no finished models.
But I already have some suitable conversion candidates in mind.

Saturday, October 8, 2016

Zeitreisen: Deutsches Panzermuseum Munster

Im Sommer in kühlen Museumshallen unterzutauchen, um der Hitze zu entfliehen und dabei noch etwas für die eigene Bildung tun - für mich und meine Tochter war das in den Sommerferien verlockend genug, um uns auf die Fahrt gen Norden zum Panzermuseum Munster aufzumachen.
Und die letzten Tage hatte ich Muße, die Fotos zu sortieren und nachzubearbeiten.

Die Kombination aus schönem Wetter und Sommerferien sollte sich dann in Munster als durchaus zwiespältig Fotojäger erweisen - das Museum war gerammelt voll mit Besuchern aus ganz Europa, den Streckenrekord dürften sich an diesem Tag die Schweden gesichert haben, aber auch Briten, Belgier und vor allem Niederländer waren zahlreich vertreten.
Im Prinzip war es deshalb auch meist unmöglich, vor allem die absoluten Publikumsmagneten wie den Tiger und den Königstiger ohne Personen aufs Bild bannen zu können - da sollte man einen Munster-Besuch besser außerhalb der Ferien planen.

Im Vergleich zu meinem letzten Besuch vor ca. 10 Jahren hat sich unglaublich viel getan, nicht nur was die vergrößerte Sammlung betrifft, sondern auch deren Präsentation - die Fahrzeuge selbst stehen im Mittelpunkt, die Hintergrundinformationen sind angenehm unaufdringlich und es fehlt vor allem der erhobene Zeigefinger, den scheinbar viele Museen leider als ihre Hauptaufgabe sehen.
Klar, diese Informationen sind notwendig und wichtig, sollten aber nicht zum Hauptzweck werden, man kann und darf den Besuchern durchaus ein Mindestmaß an Mündigkeit zutrauen - und Munster macht das.

Vor dem Museum ein "kleines" Diorama - ein Leo verladen auf einem Schwerlastwagen Gattung SSyl der DB vor einer Verladerampe; solche Schwerlastwagen datieren schon auf die Zeiten der DR, wie man an den Diamond-Drehgestellen gut sehen kann.

Den Anfang des Rundganges machen Panzer vom Ende des 1. Weltkrieges und der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, ein Blickfang ist natürlich hier der in eine Landschaftsszene gesetzte Nachbau eines A7V - das Ding könnte man fix auch in ein Wochenend-Häuschen umbauen, ich kann darin trotz meiner 1,94m locker stehen.

Weiter gehts mit einem Renault FT-17 und einem Leichter Kampfwagen LK II, der mir vorher noch nie untergekommen war.


Als nächstes folgt ein Panzerkampfwagen 38(t)


Auch Fahrzeuge des Afrikakorps sind in der Sammlung von Munster vertreten - und nicht nur Panzer!



Und hier kommt der Publikumsliebling so ziemlich aller Besucher, wenn man mal die Umlagerung als Maßstab nimmt - hier ein Bild ohne Besucher hinzubekommen erfordert Geduld und vor allem Gelassenheit. Gerade wenn man denkt: "Jaaa, endlich freie Sicht!" ... latscht garantiert wieder irgend eine Schnarchnase vor die Linse und beim 4. Versuch war ich kurz vor einem Blutsturz ...
Wie auch immer - hier ist er, der Panzerkampfwagen VI "Tiger"

Einer der unmittelbaren Nachbarn ist nicht weniger berühmt, aber deutlich weniger gefürchtet - zumindest habe ich bisher nur von Tiger-, nicht aber von einer Panther-Fear gelesen, obwohl er von vielen Experten für die/eine der besten Panzerentwicklungen des Krieges gehalten wurde.
Nicht umsonst hat die französische Armee den Panther noch Jahre nach dem Kriegsende selbst eingesetzt.

An diesem Tag hatte das Kätzchen allerdings Magengrummeln, jedenfalls mochte es motormäßig nicht zum Leben erweckt werden und bedurfte mehrere Veterinäre, die Hand anlegten , um das Wehwechen zu kurieren.

Als nächstes einige Jagdpanzer - vom StuG, über den Jagdpanzer IV, Jagdpanzer 38(t) Hetzer, Jagdpanther hin zu einem sowjetischen SU-100 und einem britischen Achilles, der auf einem M10 basiert, aber mit dem deutlich potenteren 17-Pounder ausgestattet ist.






Auch von den Alliierten sind viele der bekannten Baureihen in der Sammlung des Panzermuseums vorhanden - u.a. ein T35-85, Comet und ein Sherman M4A1 (76mm).



Neben vielen weiteren beeindruckenden Fahrzeugen kann Munster u.a. auch mit einem Panzerkampfwagen VI Ausf. B Tiger II und vor allem einem extrem seltenen Sturmpanzer VI aufwarten, auch als Sturmmörser Tiger bekannt, meist aber kurz als Sturmtiger bezeichnet.


Aber auch die Fahrzeugsammlung der Nachkriegsjahre ist hochinteressant und umfaßt sowohl Fahrzeuge der Bundeswehr, der NVA, sowie NATO etc., dabei einige Exoten.

Die Briten hatten vor allem an ihre Besatzungen gedacht und ein umfangreiches Packsystem an den Panzern, damit kann man auch mal zum Camping aufbrechen *gg*

Breiten Raum nehmen natürlich die diversen Versionen des Kampfpanzer Leopard ein, neben moderneren Varianten ist auch einer der Prototypen zu sehen, genauer ein Kampfpanzer Standard Prototyp 2

Hier ein Leopard 1 A1A4 und ein M41 Walker Bulldog:


Die NVA ist u.a. mit einem T54AM, einem T55 AM2B, Schwimmpanzer PT-76 und einem BMP-1 vertreten.




Wem der Begriff "gläserner Panzer" nichts sagt, dem kann in Munster auch geholfen werden.

Und hier ein extrem interessantes Exemplar der Munster-Sammlung: ein Panzer mit Ladetrommeln, in dem Falle ein Kürassier.
Das sich das Konzept letztlich nicht durchgesetzt hat lag u.a. am Wiegeturm - die Dinger waren einfach nicht zu 100% dicht zu bekommen und damit waren sie sehr viel anfälliger gegen Einsätze von ABC-Waffen.

Hier noch weitere Beispiele - insgesamt ist die Sammlung viel zu umfangreich, als daß man von jedem Fahrzeug ein Bild zeigen könnte.
Auf dem letzten Bild ist ein Kanonenjagdpanzer, auch Jagdpanzer Kanone 90 mm oder Kanonenjagdpanzer 4–5 genannt, auf dem Freigelände des Panzermuseums zu sehen - Ähnlichkeiten mit dem Jagdpanzer IV kann er nicht verleugnen, wie im Vergleich mit dem Bild weiter oben klar zu sehen ist.



Zum Schluß noch ein Bild meiner mich von kleinauf in jedes Museum begleitenden Tochter, locker an einen Leo gelehnt.

Ich kann nur jedem, der sich auch nur im entferntesten für Panzertechnik interessiert den Besuch des Deutschen Panzermuseums in Munster wärmstens empfehlen - lohnt sich immer und in jedem Falle!

Konzept und Sammlungs-Schwerpunkte empfinde ich als absolut gelungen, viele Exponate sind sogar einzigartig - aber plant ausreichend Zeit ein, unter 3 Stunden kommt man da nicht raus, wenn man sich alles in Ruhe anschauen möchte.
Und wie gesagt - sollen Bilder ohne Menschenmengen geschossen werden, fahrt außerhalb der Ferien hin ;-)

Sunday, September 25, 2016

Abyssinian Crisis: 1st Half-Platoon Mehal Sefari - Conversions Part 1

And here we go with the first half-platoon of my planned Mehal Sefari for the Abyssinian War, which could also be used in 1941, when the British liberated Abyssinia.

The choice of suitable figures is quite limited, Empress has to my knowledge the only line of figures for Mehal Sefari, but support weapons and even LMG for example are completely missing.
Accordingly, conversion and DIY is the order of the day here.

Pedivere, who is really deep in the subject, had given me the tip to have a look at the Zanzibar Regulars from the Darkest Africa series by Copplestone Miniatures.
I also wanted to have a look at the Italian Askaris from Empress and for the LMG I would like to have a look at the "British Lewis Guns" from the "Great War in Africa" series from Brigade Games.

A Sudan plastic box and Wolesley helmets from the Perrys, and heads from Woodbine with British peaked caps completed the conversion materials.
Plus the usual stuff like wire for pinning, glue and lots of greenstuff.

On the far left is the Lewis LMG, the two center figures are the Zanzibar, and on the right is an Italian Askari.


Rebuilt Askari - the fez was filed off and then the Wolesley helmets were fitted.


The converted Zanzibars - the two on the left each got a head from the Sudan box, the two in the middle got a German pith helmet from the Perrys' DAK box, and the figure on the far right got a head from Woodbine.


On the far left the LMG crew - on the MG gunner himself I made only minor changes: remove mustache and shoes.
The magazine carrier got a plastic head and I removed his leg wraps.

Since according to the list the crew consists of 3 men, I built another figure from the Sudan box, which got a head of Woodbine with a peaked cap and to which I modeled 2 magazines for the Lewis MG from wooden discs and greenstuff, worn on a strap over the shoulder; said strap must now be trimmed and sanded at the edges.


All conversions at a glance


A Half-Platoon Mehal Sefari consists of an Inferior Junior Leader and 2 sections of 9 Riflemen each, where one section can be upgraded with an LMG via the support list and then 3 of the infantrymen become its operators.

Together with the Empress figures, the conversions give me sufficient variety of poses as I envisioned for my Mehals - as they count as regular troops, but are by no means as uniformed as European units.

It still remains to convert another Lewis operation to be able to equip the 2nd Half-Platoon accordingly and also for the MMG from the support list I already have an idea what has to serve there as raw material for the conversion.

Saturday, September 24, 2016

Abyssinia Crisis: Historical Background

My next main project will be about the 2nd Abyssinian War 1935 (Italian-Ethiopian War) - Ethiopia was still called Abyssinia at that time, the whole thing based on the Chain of Command rules.

How does one come up with such a topic, one might surely ask.
On the one hand, there is a website dedicated to the conflict and its implementation in wargames, which I read regularly and which is absolutely recommendable:

On the other hand, the group around Pedivere and KingKobra, which I joined, is dealing with exactly this topic, including a planned demo/participation at Conflict 2017 in Langenfeld.

This is an absolute stroke of luck, because while you can find players for the usual eras and theaters of war quite quickly, the circle of interested parties for such special topics in the already relatively small circle of wargamers is extremely manageable.
Such relatively small and limited conflicts offer a lot of possibilities to let off steam in all possible areas, be it troops, building etc. pp.

About the conflict itself:
In principle, the conflict went back many years, already since the end of the 19th century Italy tried to catch up in the "race" for colonial possessions to the other European powers, because it had developed like Germany only a few decades earlier to a nation-state and accordingly (also here like Germany) believed to cut off as much as possible from the cake, which was called colonies.
From Eritrea, Ethiopia was also to be subjected to an Italian protectorate, but the "adventure" ended March 1, 1896, with a complete defeat by the Ethiopian troops under their ruler Menelik II in the Battle of Adua.
Triggered by the great losses in this war, there were rallies in several large Italian cities demanding an end to the war, and in October 1896 a peace treaty was finally signed between the two countries.

But already in 1906 Italy, Great Britain and France concluded a treaty with each other, which declared Abyssinia to be a common zone of influence, but clearly contradicted the concluded peace treaty and finally served Mussolini as a pretext for the war that broke out in 1935, which should finally make Ethiopia an Italian colony.

What made Ethiopia so special was that it was the last and only independent country on the African continent; a status that officially ended with the Italian victory in May 1936.

The fascinating thing about conflicts like these is what a tangled mess was at play here, and although the fuse was obviously only lighting in the direction of a small powder keg, there was an explosive chamber hidden underneath that could have started a perfectly respectable conflagration.
At that time, France tried by all means and almost desperately to keep Germany isolated at all costs and was therefore prepared to make any number of concessions to Italy under Mussolini. Among other things, the French-Italian Agreement negotiated in January 1935 gave Italy a completely free hand in Abyssinia - the whole thing almost had the characteristics of the Munich Agreement a few years later.

On the other hand, there is no mention of the later alliance between Germany and Italy, quite the contrary, because Mussolini had prevented an attempted annexation of Austria to Germany, whereupon Germany supplied weapons and ammunition to Abyssinia, according to various sources even some PaK.

Great Britain, on the other hand, was also suspicious of the Italian efforts, certainly because East Africa could threaten the British sea route from India via the Suez Canal, and the British were not very fond of such things when they saw their trade profits threatened.
The British also supplied Abyssinia with plenty of weapons, including tanks, anti-aircraft guns and the like.

For the wargamer there are countless possibilities for scenarios, which can go far beyond the actual troops involved and allow many "what if options", such as an intervention by France and/or Great Britain, here even possible on different sides and and and - the only limits here are almost your own imagination, since a localized colonial war could have developed into a larger conflict.

The Abyssinian Army as of 1935
At the time of the Italian invasion, the army was in the midst of a transformation and on its way from a more traditional tribal to a modern army, a transformation that the Abyssinian king Haile Selassie I had set in motion.
This transformation was carried out with the help of foreign military advisors, first and foremost Belgians, but also Russians and Turks, among others.

The most advanced of these was the Ethiopian Guard, known in Ethiopian as Kebur Zabanga.
It was founded in 1928 by Belgian military advisors at the request of King Haile Selassie, and in the following years it was further expanded and trained by Swedish military advisors and Belgian Congo veterans. The Guard was also the best equipped in terms of current weaponry, including light machine guns and BARs!

The actual regular units were the Mahel Safari, but they were in the middle of the transition and therefore included on the one hand already relatively modern equipped and trained units, as well as still more or less traditional fighting units, where rifles were available, but there was a lack of both modern structures, as well as such weapons, such as light machine guns.

The majority of the Abyssinian troops, however, were the quasi-private armies of Ethiopian nobles and provincial governors, who were also responsible for their armament and training.
These troops presented a correspondingly colorful picture, because in addition to personal preferences, it was also a matter of prestige to show one's own prosperity by arming "one's" troops.
And so there were provincial troops who fought more or less according to old fathers' customs and were also armed in this way - from old shotguns to spears and sabers, as there were also those who were almost as well equipped as the units of the Ethiopian Guard!

So here you can let off steam to your heart's content as far as conversions are concerned, especially since the choice of figures for this war is limited.
My choice fell on the Mehal Sefari, for which there are matching figures in 28mm from Empress Miniatures in their series on the Italian conflicts.
Of course the choice of poses is limited and special weapons like MG's are completely missing, here you have to make do with appropriate conversions - but more about that in the next days.


A few sources to get a first rough overview:


Deutsche Version

Mein nächstes Hauptprojekt wird den 2. Abessinienkrieg 1935 (Italienisch-Äthiopischer Krieg) zum Thema haben - Äthiopien wurde damals noch als Abessinien (Abyssinien) bezeichnet, das Ganze auf Basis der Chain of Command Regeln.

Wie kommt man auf so ein Thema, könnte man sich sicherlich fragen.
Zum Einen gibt es dazu seit längerer Zeit eine Webseite, die sich mit dem Konflikt und seiner Umsetzung in Wargames widmet, die ich immer wieder regelmäßig lese und absolut zu empfehlen ist: https://abyssiniancrisis.wordpress.com/

Zum Anderen beschäftigt sich die Gruppe um Pedivere und KingKobra, zu der ich dazugestoßen bin, genau mit eben diesem Thema, inkl. einer geplanten Demo/Participation im Rahmen der Conflict 2017 in Langenfeld.

Quasi ist das ein absoluter Glücksfall, denn während man recht fix Spieler für die üblichen Epochen und Kriegsschauplätze findet, ist der Kreis der Interessenten für solche speziellen Themengebiete im eh schon relativ kleine Kreis der Wargamer doch extremst überschaubar.
Dabei bieten solch relativ kleinen und begrenzten Konflikte doch eine Menge Möglichkeiten, sich auf allen möglichen Gebieten auszutoben, sei es bei den Truppen, Gebäudebau etc. pp.

Zum Konflikt selber:
Im Prinzip reichte der Konflikt schon viele Jahre zurück, schon seit Ende des 19. Jahrhundert versuchte Italien im "Wettlauf" um koloniale Besitzungen zu den anderen europäischen Mächten aufzuholen, da es sich wie Deutschland erst wenige Jahrzehnte zuvor zu einem Nationalstaat entwickelt hatte und entsprechend (auch hier wie Deutschland) glaubte, sich soviel wie möglich vom Kuchen abschneiden müßte, der da Kolonien hieß.
Von Eritrea aus sollte auch Äthiopien zu einem italienischen Protektorat unterworfen werden, das "Abenteuer" endete aber 1. März 1896 mit einer völligen Niederlage gegen die äthiopischen Truppen unter ihrem Herrscher Menelik II. in der Schlacht von Adua.
Ausgelöst durch die großen Verluste in diesem Krieg kam es in mehreren großen italienischen Städten zu Kundgebungen, die ein Ende des Krieges forderten und im Oktober 1896 erfolgte dann schlußendlich die Unterzeichnung eines Friedensvertrages beider Staaten.

Doch schon 1906 schlossen Italien, Großbritannien und Frankreich einen Vertrag miteinander, der Abessinien zur gemeinsamen Einflußzone erklärte, dem geschlossenen Friedensvertrag aber eindeutig zuwiderlief und Mussolini letztlich dann als Vorwand für den 1935 ausbrechenden Krieg diente, den Äthiopien endgültig zur italienischen Kolonie machen sollte

Was Äthiopien so besonders machte war, daß es das letzte und einzige unabhängige Land auf dem afrikanischen Kontinent war; ein Status, der mit dem italienischen Sieg im Mai 1936 offiziell endete.

Das faszinierende an Konflikten wie diesen ist, welche verworrene Gemengelage hier im Spiel war und obwohl die Lunte offensichtlich nur in Richtung eines kleinen Pulverfäßchens zündelte, war doch darunter eine Sprengkammer verborgen, die einen durchaus respektablen Flächenbrand hätte auslösen können.
Frankreich versuchte damals mit allen Mitteln und fast schon verzweifelt, Deutschland um jeden Preis isoliert zu halten und war deshalb bereit, Italien unter Mussolini jede Menge Zugeständnisse zu machen, u.a. ließ das im Januar 1935 ausgehandelte Französisch-Italienische Abkommen Italien völlig freie Hand in Abessinien - das Ganze hatte fast schon Züge, wie wenige Jahre später das Münchener Abkommen.

Dagegen ist vom späteren Bündniss zwischen Deutschland und Italien noch keine Rede, ganz im Gegenteil, denn Mussolini hatte einen Anschlußversuch Österreichs an Deutschland verhindert, woraufhin Deutschland Waffen und Munition an Abessinien liefert, laut diversen Quellen sogar auch einige PaK.

Großbritannien wiederum sah dem italienischen Bestreben ebenfalls mit gehörigem Mißtrauen entgegen, sicherlich auch weil von Ost-Afrika durchaus der britische Seeweg von Indien über den Suez-Kanal bedroht werden konnte und die Briten verstanden bei derlei Dingen bekanntlich wenig Spaß, wenn sie ihre Handelprofite bedroht sahen.
Auch die Briten lieferten entsprechend reichlich Waffen an Abessinien, dazu gehörten auch Panzer, FlaK und dergleichen mehr.

Für den Wargamer bieten sich hier also unzähliche Möglichkeiten für Szenarien an, die weit über die tatsächlich beteiligten Truppen hinausgehen können und viele "Was wäre wenn Optionen" ermöglichen, etwa eine Intervention Frankreichs und/oder Großbritanniens, hier sogar auf verschiedenen Seiten möglich und und und - Grenzen setzt hier fast nur die eigene Vorstellungskraft, da sich hier aus einem lokal begrenzten Kolonialkrieg durchaus ein größerer Konflikt hätte entwickeln können.

Die abessinische Armee Stand 1935
Zum Zeitpunkt des italienischen Überfalls befand sich die Armee mitten im Umbruch und auf dem Weg von einer eher traditionellen Stammes- hin zu einer modernen Armee, einen Umbau, den der abessinische König Haile Selassie I. auf den Weg gebracht hatte.
Diese Umgestaltung erfolgte mit Hilfe ausländischer Militärberater, an erster Stelle von Belgiern, aber u.a. auch Russen und Türken.

Am weitesten fortgeschritten war dabei die äthiopische Garde, landesprachlich Kebur Zabanga.
Gegründet wurde diese etwa 1928 durch belgischen Militärberater auf Ersuchen von König Haile Selassie und in den Folgejahren weiter ausgebaut und ausgebildet u.a. durch schwedische Militärberater und belgische Kongo-Veteranen, die Garde war auch am besten ausgestattet, was aktuelle Waffentechnik anging, u.a. mit leichten Machinengewehren und BAR´s!

Die eigentlichen regulären Einheiten war die Mahel Safari, die allerdings mitten im Umbruch standen und somit einerseits schon relativ modern ausgerüstete und ausgebildete Einheiten umfasste, genau wie noch mehr oder weniger traditionell kämpfende Verbände, bei denen zwar Gewehre vorhanden waren, es aber an sowohl an modernen Strukturen, als auch an ebensolchen Waffen fehlte, wie etwa leichten MG´s.

Den größten Teil der abessinischen Truppen machten aber die quasi privaten Armeen äthiopischer Adeliger und Provinzgouverneure aus, die auch für deren Bewaffnung und Ausbildung verantwortlich waren.
Ein entsprechend buntes Bild gaben diese Truppen dann auch ab, denn neben persönlichen Vorlieben war es auch durchaus eine Sache des Prestiges, anhand der Bewaffnung "seiner" Truppen den eigenen Wohlstand zu zeigen.
Und so gab es Provinztruppen, die mehr oder weniger nach alter Väter Sitte kämpften und auch so bewaffnet waren - von ollen Flinten bis zu Speeren und Säbeln, wie es auch solche gab, die fast so gut ausgerüstet waren, wie die Einheiten der äthiopischen Garde!

Hier kann man sich also nach Herzenslust austoben, was Umbauten angeht, zumal die Auswahl an Figuren für diesen Krieg eingeschränkt ist.
Meine Wahl ist auf die Mahel Safari gefallen, für die es in 28mm von Empress Miniatures in ihrer Reihe zu den italienischen Konflikten passende Figuren gibt.
Natürlich ist die Auswahl an Posen begrenzt und spezielle Waffen wie MG´s fehlen völlig, hier muß man sich durch entsprechende Umbauten behelfen - aber dazu dann mehr in den nächsten Tagen.


Und hier ein paar Quellen, um sich einen ersten groben Überblick zu verschaffen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Abyssinia_Crisis
https://abyssiniancrisis.wordpress.com/

Friday, September 23, 2016

Afrikakorps - 1st Infantry Squad

In den letzten Tagen hatte ich eine kleine Bermalblockade, was mein städtisches Aufgebot für Lion Rampant angeht, stattdessen hatte ich durch unser letztes, in Afrika angesiedeltes Freitagsspiel Lust bekommen, mich an den Um- und Zusammenbau einerseits meiner Truppe für das Afrikakorps zu machen, sowie an die Figuren für meine Ethiopier, aber die sind wieder eine andere Baustelle und gestern Abend nicht mehr fertig geworden, bei denen geht es dann heute weiter.

Was die Figuren angeht, mußte die Entscheidung zwischen Perry und Artizan fallen - Problem hierbei ist, daß die Figuren von der Höhe her durchaus zusammen passen, Artizan allerdings deutlich massiger ausfällt.
Anbei ein Bild zur Verdeutlichung (nur zur Sicherheit, die Plastikfiguren sind Perry, der NCO aus Zinn ist von Artizan):


Man kann definitiv Einheiten beider Hersteller (Crusader etc. fallen wie Artizan aus, Warlord liegt irgendwo dazwischen) zusammen aufs Schlachtfeld führen, sollte die beiden Hersteller aber nicht innerhalb gleicher Trupps mischen - ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung.

Zukünftige Trupps werde ich aus Artizan aufstellen, ich finde deren Posen, Animation etc. einfach genial in der Wirkung.
Klar kann man mit den Perry-Plastics eine wirklich tolle Posenvielfalt verwirklichen, allerdings ist das verwendete Plastik recht empfindlich, wie mir scheint und gepaart mit den filigran und maßstäblichen Gewehren, MG´s, Spatenstielen, Armen etc. ist das ab und an eine unheilige Kombination - beim Zusammenkleben ein Teil zu fest packen um an anderer Stelle ein Teil anzukleben und zack ist ein Gewehrkolben oder ähnliches abgebrochen.

Hier mal ein weiteres Beispiel, wie filigran die Perrys ausfallen (einen ersten Vergleich hat man auf den obigen Bildern mit dem NCO von Artizan).
Der linke MG-Schütze ist, was den Arm mit MG angeht aus Teilen von Warlord (auch MG-Gurt und der andere Arm mit Munitionskiste stammen von Warlord) gebaut worden, der rechte MG-Schütze ist komplett aus Perry-Teilen.
Den Warlord-Arm habe ich etwas dünner geschnitzt und befeilt, damit er optisch nicht komplett aus der Rolle fällt und auch wenn das MG zugegebenermaßen ein MG42 ist, während das Perry ein MG34 darstellt, fällt der Größenunterschied deutlich aus - gleiches gilt aber eben auch für die Stabilität und letztlich sollten die Figuren schon das ein oder andere Gefecht ohne Abbrüche überstehen.



Hie noch ein Überblick über die erste von 3 Squads inkl. Squadleader (2. knieende Figur von rechts) und Platoonleader (Leutnant mit Schirmmütze); der Funker inkl. Tornisterfunkgerät wird mit dem Platoonleader auf einer gemeinsamen Base platziert werden, einfach aus optischen Gründen.