Sonntag, 25. September 2016

Abyssinia Crisis: 1st Half-Platoon Mehal Safari, Teil 1

Und los gehts mit dem ersten Half-Platoon meiner geplanten Mehal Safari für den Abessinienkrieg, die auch 1941 zum Einsatz kommen könnten, als die Briten Abessinien befreien.

Wie gesagt ist die Auswahl an passenden Figuren recht begrenzt, Empress hat meines Wissens nach die einzige Reihe Mehal Safari Figuren, Unterstützungswaffen aber beispielsweise fehlen komplett, entsprechend ist hier Umbau angesagt.

Pedivere, der hier richtig tief im Thema ist, hatte mir noch den Tipp gegeben, mir mal aus der Darkest Africa Reihe von Copplestone deren Zanzibar Regulars anzuschaun, ich wollte mir noch von Empress deren italienische Askaris unter die Lupe nehmen und für die LMG kamen die "British Lewis Guns" aus der "Great War in Africa" Reihe vom Brigade Games in die engere Auswahl.
Eine Sudan-Plastikbox und Wolesley-Helme von den Perrys, sowie Köpfe von Woodbine mit britischen Schirmmützen vervollständigten die Umbaumaterialien.
Dazu die üblichen Sachen wie Draht zum verstiften, Kleber und Greenstuff.

Ganz links die Lewis LMG, die beiden mittleren Figuren sind die Zanzibar, rechts ein italienischer Askari.

Umgebaute Askari - Fez abgefeilt und die Wolesley-Helme angepaßt.

Die umgebauten Zanzibar - die beiden links haben jeweils einen Kopf aus der Sudan-Box bekommen, die beiden mittleren einen deutschen Tropenhelm aus der DAK-Box der Perrys und die Figur ganz rechts einen Kopf von Woodbine.

Ganz links die LMG-Besatzung - am MG-Schützen selber habe ich nur kleinere Änderungen gemacht - Schnurbart und Schuhe entfernen, der Magazinträger hat einen Plastikkopf bekommen und ich habe seine Beinwickel entfernt.
Da laut Liste die Bedienung aus 3 Mann besteht, habe ich aus der Sudanbox noch eine Figur gebaut, die zum einen einen Kopf von Woodbine mit Schirmmütze bekommen hat und der ich noch 2 Magazine für das Lewis-MG aus Holzscheibchen und Greenstuff anmodelliert habe, getragen an einem Riemen über der Schulter; besagter Riemen muß jetzt noch an den Rändern getrimmt und verschliffen werden.

Hier nochmal alle Umbauten im Überblick:

Ein Half-Platoon der Mehal Safari besteht aus einem Inferior Junior Leader und 2 Sektionen zu je 9 Riflemen, wobei eine Sektion über die Supportliste mit einem LMG aufgewertet werden kann, wobei dann 3 Rifles zur Bedienung werden.

Zusammen mit den Figuren von Empress habe ich durch die Umbauten eine ausreichende Posenvielfalt, wie ich sie mir für meine Mehals vorgestellt habe - denn sie zählen zwar als reguläre Truppen, sind aber keinesfalls so gleichmäßig uniformiert wie europäische Einheiten.

Bleibt noch, eine weitere Lewis-Bedienung umzubauen, um auch das 2. Half-Platoon entsprechend ausstatten zu können und auch für das MMG aus den Optionslisten habe ich schon eine Idee, was da für das Umschnitzen als Rohstoff herhalten muß.

Samstag, 24. September 2016

Abyssinia Crisis: Historischer Hintergrund

Mein nächstes Hauptprojekt wird den 2. Abessinienkrieg 1935 (Italienisch-Äthiopischer Krieg) zum Thema haben - Äthiopien wurde damals noch als Abessinien (Abyssinien) bezeichnet, das Ganze auf Basis der Chain of Command Regeln.

Wie kommt man auf so ein Thema, könnte man sich sicherlich fragen.
Zum Einen gibt es dazu seit längerer Zeit eine Webseite, die sich mit dem Konflikt und seiner Umsetzung in Wargames widmet, die ich immer wieder regelmäßig lese und absolut zu empfehlen ist: https://abyssiniancrisis.wordpress.com/

Zum Anderen beschäftigt sich die Gruppe um Pedivere und KingKobra, zu der ich dazugestoßen bin, genau mit eben diesem Thema, inkl. einer geplanten Demo/Participation im Rahmen der Conflict 2017 in Langenfeld.

Quasi ist das ein absoluter Glücksfall, denn während man recht fix Spieler für die üblichen Epochen und Kriegsschauplätze findet, ist der Kreis der Interessenten für solche speziellen Themengebiete im eh schon relativ kleine Kreis der Wargamer doch extremst überschaubar.
Dabei bieten solch relativ kleinen und begrenzten Konflikte doch eine Menge Möglichkeiten, sich auf allen möglichen Gebieten auszutoben, sei es bei den Truppen, Gebäudebau etc. pp.

Zum Konflikt selber:
Im Prinzip reichte der Konflikt schon viele Jahre zurück, schon seit Ende des 19. Jahrhundert versuchte Italien im "Wettlauf" um koloniale Besitzungen zu den anderen europäischen Mächten aufzuholen, da es sich wie Deutschland erst wenige Jahrzehnte zuvor zu einem Nationalstaat entwickelt hatte und entsprechend (auch hier wie Deutschland) glaubte, sich soviel wie möglich vom Kuchen abschneiden müßte, der da Kolonien hieß.
Von Eritrea aus sollte auch Äthiopien zu einem italienischen Protektorat unterworfen werden, das "Abenteuer" endete aber 1. März 1896 mit einer völligen Niederlage gegen die äthiopischen Truppen unter ihrem Herrscher Menelik II. in der Schlacht von Adua.
Ausgelöst durch die großen Verluste in diesem Krieg kam es in mehreren großen italienischen Städten zu Kundgebungen, die ein Ende des Krieges forderten und im Oktober 1896 erfolgte dann schlußendlich die Unterzeichnung eines Friedensvertrages beider Staaten.

Doch schon 1906 schlossen Italien, Großbritannien und Frankreich einen Vertrag miteinander, der Abessinien zur gemeinsamen Einflußzone erklärte, dem geschlossenen Friedensvertrag aber eindeutig zuwiderlief und Mussolini letztlich dann als Vorwand für den 1935 ausbrechenden Krieg diente, den Äthiopien endgültig zur italienischen Kolonie machen sollte

Was Äthiopien so besonders machte war, daß es das letzte und einzige unabhängige Land auf dem afrikanischen Kontinent war; ein Status, der mit dem italienischen Sieg im Mai 1936 offiziell endete.

Das faszinierende an Konflikten wie diesen ist, welche verworrene Gemengelage hier im Spiel war und obwohl die Lunte offensichtlich nur in Richtung eines kleinen Pulverfäßchens zündelte, war doch darunter eine Sprengkammer verborgen, die einen durchaus respektablen Flächenbrand hätte auslösen können.
Frankreich versuchte damals mit allen Mitteln und fast schon verzweifelt, Deutschland um jeden Preis isoliert zu halten und war deshalb bereit, Italien unter Mussolini jede Menge Zugeständnisse zu machen, u.a. ließ das im Januar 1935 ausgehandelte Französisch-Italienische Abkommen Italien völlig freie Hand in Abessinien - das Ganze hatte fast schon Züge, wie wenige Jahre später das Münchener Abkommen.

Dagegen ist vom späteren Bündniss zwischen Deutschland und Italien noch keine Rede, ganz im Gegenteil, denn Mussolini hatte einen Anschlußversuch Österreichs an Deutschland verhindert, woraufhin Deutschland Waffen und Munition an Abessinien liefert, laut diversen Quellen sogar auch einige PaK.

Großbritannien wiederum sah dem italienischen Bestreben ebenfalls mit gehörigem Mißtrauen entgegen, sicherlich auch weil von Ost-Afrika durchaus der britische Seeweg von Indien über den Suez-Kanal bedroht werden konnte und die Briten verstanden bei derlei Dingen bekanntlich wenig Spaß, wenn sie ihre Handelprofite bedroht sahen.
Auch die Briten lieferten entsprechend reichlich Waffen an Abessinien, dazu gehörten auch Panzer, FlaK und dergleichen mehr.

Für den Wargamer bieten sich hier also unzähliche Möglichkeiten für Szenarien an, die weit über die tatsächlich beteiligten Truppen hinausgehen können und viele "Was wäre wenn Optionen" ermöglichen, etwa eine Intervention Frankreichs und/oder Großbritanniens, hier sogar auf verschiedenen Seiten möglich und und und - Grenzen setzt hier fast nur die eigene Vorstellungskraft, da sich hier aus einem lokal begrenzten Kolonialkrieg durchaus ein größerer Konflikt hätte entwickeln können.

Die abessinische Armee Stand 1935
Zum Zeitpunkt des italienischen Überfalls befand sich die Armee mitten im Umbruch und auf dem Weg von einer eher traditionellen Stammes- hin zu einer modernen Armee, einen Umbau, den der abessinische König Haile Selassie I. auf den Weg gebracht hatte.
Diese Umgestaltung erfolgte mit Hilfe ausländischer Militärberater, an erster Stelle von Belgiern, aber u.a. auch Russen und Türken.

Am weitesten fortgeschritten war dabei die äthiopische Garde, landesprachlich Kebur Zabanga.
Gegründet wurde diese etwa 1928 durch belgischen Militärberater auf Ersuchen von König Haile Selassie und in den Folgejahren weiter ausgebaut und ausgebildet u.a. durch schwedische Militärberater und belgische Kongo-Veteranen, die Garde war auch am besten ausgestattet, was aktuelle Waffentechnik anging, u.a. mit leichten Machinengewehren und BAR´s!

Die eigentlichen regulären Einheiten war die Mahel Safari, die allerdings mitten im Umbruch standen und somit einerseits schon relativ modern ausgerüstete und ausgebildete Einheiten umfasste, genau wie noch mehr oder weniger traditionell kämpfende Verbände, bei denen zwar Gewehre vorhanden waren, es aber an sowohl an modernen Strukturen, als auch an ebensolchen Waffen fehlte, wie etwa leichten MG´s.

Den größten Teil der abessinischen Truppen machten aber die quasi privaten Armeen äthiopischer Adeliger und Provinzgouverneure aus, die auch für deren Bewaffnung und Ausbildung verantwortlich waren.
Ein entsprechend buntes Bild gaben diese Truppen dann auch ab, denn neben persönlichen Vorlieben war es auch durchaus eine Sache des Prestiges, anhand der Bewaffnung "seiner" Truppen den eigenen Wohlstand zu zeigen.
Und so gab es Provinztruppen, die mehr oder weniger nach alter Väter Sitte kämpften und auch so bewaffnet waren - von ollen Flinten bis zu Speeren und Säbeln, wie es auch solche gab, die fast so gut ausgerüstet waren, wie die Einheiten der äthiopischen Garde!

Hier kann man sich also nach Herzenslust austoben, was Umbauten angeht, zumal die Auswahl an Figuren für diesen Krieg eingeschränkt ist.
Meine Wahl ist auf die Mahel Safari gefallen, für die es in 28mm von Empress Miniatures in ihrer Reihe zu den italienischen Konflikten passende Figuren gibt.
Natürlich ist die Auswahl an Posen begrenzt und spezielle Waffen wie MG´s fehlen völlig, hier muß man sich durch entsprechende Umbauten behelfen - aber dazu dann mehr in den nächsten Tagen.


Und hier ein paar Quellen, um sich einen ersten groben Überblick zu verschaffen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Abyssinia_Crisis
https://abyssiniancrisis.wordpress.com/

Freitag, 23. September 2016

Afrikakorps - 1st Infantry Squad

In den letzten Tagen hatte ich eine kleine Bermalblockade, was mein städtisches Aufgebot für Lion Rampant angeht, stattdessen hatte ich durch unser letztes, in Afrika angesiedeltes Freitagsspiel Lust bekommen, mich an den Um- und Zusammenbau einerseits meiner Truppe für das Afrikakorps zu machen, sowie an die Figuren für meine Ethiopier, aber die sind wieder eine andere Baustelle und gestern Abend nicht mehr fertig geworden, bei denen geht es dann heute weiter.

Was die Figuren angeht, mußte die Entscheidung zwischen Perry und Artizan fallen - Problem hierbei ist, daß die Figuren von der Höhe her durchaus zusammen passen, Artizan allerdings deutlich massiger ausfällt.
Anbei ein Bild zur Verdeutlichung (nur zur Sicherheit, die Plastikfiguren sind Perry, der NCO aus Zinn ist von Artizan):


Man kann definitiv Einheiten beider Hersteller (Crusader etc. fallen wie Artizan aus, Warlord liegt irgendwo dazwischen) zusammen aufs Schlachtfeld führen, sollte die beiden Hersteller aber nicht innerhalb gleicher Trupps mischen - ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung.

Zukünftige Trupps werde ich aus Artizan aufstellen, ich finde deren Posen, Animation etc. einfach genial in der Wirkung.
Klar kann man mit den Perry-Plastics eine wirklich tolle Posenvielfalt verwirklichen, allerdings ist das verwendete Plastik recht empfindlich, wie mir scheint und gepaart mit den filigran und maßstäblichen Gewehren, MG´s, Spatenstielen, Armen etc. ist das ab und an eine unheilige Kombination - beim Zusammenkleben ein Teil zu fest packen um an anderer Stelle ein Teil anzukleben und zack ist ein Gewehrkolben oder ähnliches abgebrochen.

Hier mal ein weiteres Beispiel, wie filigran die Perrys ausfallen (einen ersten Vergleich hat man auf den obigen Bildern mit dem NCO von Artizan).
Der linke MG-Schütze ist, was den Arm mit MG angeht aus Teilen von Warlord (auch MG-Gurt und der andere Arm mit Munitionskiste stammen von Warlord) gebaut worden, der rechte MG-Schütze ist komplett aus Perry-Teilen.
Den Warlord-Arm habe ich etwas dünner geschnitzt und befeilt, damit er optisch nicht komplett aus der Rolle fällt und auch wenn das MG zugegebenermaßen ein MG42 ist, während das Perry ein MG34 darstellt, fällt der Größenunterschied deutlich aus - gleiches gilt aber eben auch für die Stabilität und letztlich sollten die Figuren schon das ein oder andere Gefecht ohne Abbrüche überstehen.



Hie noch ein Überblick über die erste von 3 Squads inkl. Squadleader (2. knieende Figur von rechts) und Platoonleader (Leutnant mit Schirmmütze); der Funker inkl. Tornisterfunkgerät wird mit dem Platoonleader auf einer gemeinsamen Base platziert werden, einfach aus optischen Gründen.



Samstag, 17. September 2016

Spielbericht: Chain of Command - Tunesien 1942, Patrouillengefecht um Ghabes

Ausgangslage:

Nachdem am 8. November 1942 die Alliierten unter dem Decknamen Operation Torch bei Casablance, Oran und Algier gelandet sind, sind damit die rückwärtigen Linien des Afrikakorps bedroht und Tunesien wird unmittelbar zum Kampfgebiet.
Die Kontrolle des Landes wird sich entscheidend auf den Verlauf des Feldzuges auswirken.

Im Zuge der geplanten Eroberung von Ghabes in Südtunesien werden am 16.11. deutsche Fallschirmjäger und italienische Fucilieri zu einer bewaffneten Aufklärung in Marsch gesetzt und können ohne Feindkontakt bis in Sichtweite von Ghabes vordringen, stoßen dann aber auf gleichstarken alliierten Gegner, Briten und Fremdenlegionäre.

Den Kommandeuren beider Seiten wird sofort klar, daß der Bahnlinie, besonders der hier ein Wadi kreuzenden Brücke, eine besondere Bedeutung zukommt und so kommt es an diesem Tag zu heftigen Kämpfen um diese Position (Szenario One: The Patrol).
Blick auf das Kampfgebiet vom Süden aus, von hier aus Treffen die Fucilieri und die Fallschirmjäger ein

Noch sind die Eisenbahner damit beschäftigt, Halbzeuge für die Fabrik zu liefern und fertige Waren einzuladen, das friedliche Bild wird bald der Vergangenheit angehören.

Die Patrouillen beider Seiten versuchen in hartem Kampf sich jeweils die besten Ausgangspositionen zu sichern und die ersten Schüsse des Tages fallen.
Die mit Rangierarbeiten beschäftigen Eisenbahner bringen eiligst ihren Zug mitten auf der Brücke zum stehen und suchen schleunigst das Weite ...


Die Patrouillen haben vorgeschobene Posten gesichert, von denen aus weiter vorgestoßen werden soll, hier ein Dorf im Vorfeld von Ghabes, das gleich von deutschen Fallschirmjägern wimmeln wird.

Das namenlose Dorf - zumindes ist es das für die europäischen Soldaten, die zuvor nie einen Fuß in dieses Gebiet gesetzt hatten, wird von Fallschirmjägern besetzt und zur Verteidigung ausgebaut, ihre italienischen Verbündeten müssen mit einer kleinen gedeckten Stellung links davon Vorlieb nehmen, oder rücken über das Wadi in das Kampfgebiet vor.

Fallschirmjäger rücken vor und besetzen das Dörfchen

Ihnen gegenüber richtet sich die gefürchtete Fremdenlegion ein, die Fallschirmjäger bekommen es mit britischer Infanterie zu tun, die den Achsenmächten ihre Versorgungs- und Rückzugsbasis Tunesien nehmen und damit den Feldzug in Afrika siegreich zum Ende bringen will.

Sowohl Legion, wie auch die Briten rücken sofort vor, aber während die Briten mit Bedacht angreifen und dabei jede Deckung nutzen (Tactical Stance), erfolgen die Angriffe der Legion rücksichtslos und mit vollem Elan, wie man es aus unzähligen Beschreibungen kennt.

Britischer Vorstoß
Im Vordergrund die entlang dem Wadi vorgestoßenen Fucilieri
Nur wenig Deckung bieten die vom Wadi aufsteigenden Hänge Richtung Dorf
Auch wenn die Briten bei ihrem Vorstoß jede Deckung nutzen, die das Gelände bietet, müssen sie doch der Feuerkraft der deutschen Fallschirmjäger einen hohen Blutzoll zahlen und ihr Elan kühlt sich merklich ab (angesammelter Shock), auch ein versuchter Sturm der deutschen Stellungen mit Handgranaten scheitert.
Der britische Kommandeur beschließt daraufhin. Nebel mit seinem Mörser vor die Stellungen der Fallschirmjäger zu schießen.


Auf der anderen Seite können die Italiener die entschlossen, aber vereinzelt nacheinander vorgetragenen Angriffe der Legion nicht nur wieder und wieder abweisen, sondern deren Sektionen nach und nach ausbluten, oder gefangen nehmen und selbst zum Angriff in Richtung Bahndamm vorzugehen, ohne sich dabei von eigenen Verlusten aufhalten zu lassen.



Und während auf der rechten Flanke das Gefecht erstarrt, kann der Tenente der Fucilieri am Fuße des Bahndammes eine der beiden Squadras für einen Angriff der Legionsstellungen sammeln (Abbau von Schock-Punkten).
Unerwarteterweise wollen die letzten beiden Sektionen der Legion aber zum Angriff übergehen, zahlenmäßig zwar unterlegen, sich ihres Wertes und Könnens aber vollauf bewußt.
Allerdings haben sie ihre Rechnung ohne den Tenente gemacht, der dies vorausgesehen und seine Squadra genau darauf vorbereitet hatte.
Kaum daß die Legionäre ein Hurra über die Lippen gebracht hatte, brach ihr Angriff auch schon im konzentrierten Feuer der Fucilieri zusammen, die den Legionären überraschend die Initiative aus den Händen gerungen hatten (die Italiener hatten mittlerweile einen Chain of Command Dice angesammelt, unterbrachen die Phase der Legionäre und konnten mit der kompletten Squadra feuern - zu dem Zeitpunkt waren das immerhin noch 2 LMG und ca. 8 Gewehre) .


Nach diesem Gemetzel waren von der Legion nur noch ein Team mit Gewehrgranaten einsatzfähig, daß die Fabrik besetzt hatte und deren Feuerwirkung nur recht begrenzt war, das Glück war an dem Tag eindeutig mit den unerfahrenen Italienern, die aber voller Elan waren.

Nachdem Bahndamm und Verladebahnhof eingenommen waren, war auch ein vorgschobener Einsatzpunkt (Jumpoff-Point) der Legion in Reichweite der Fucilieri und war damit für die Legion nicht weiter nutzbar.

Verladebahnhof in der Hand der Fucilieri, der Jeep war einer der Jumpoff-Points der Legion

Das letzte verbliebene Team der Legion sieht die Italiener heranstürmen
Mit der rechten Flanke komplett gefallen und ohne Aussicht, die Kämpfe erneuern zu können und mit der Gefahr, von den eigenen Linien abgeschnitten zu werden, zogen sich die verbliebenen Truppen der Alliierten zurück und am 18.11. konnte Ghabes von Fallschirmjägern erobert werden.

Fazit:
Mein erstes Spiel nach den Chain of Command Regeln fand in Köln statt, zusammen mit Pedivere, KingKobra und macaffey, die zum Einen die Regeln gut drauf hatten und zum Anderen auch das schöne Gelände und die wunderschön bemalten Figuren gestellt haben - ein absoluter optischer Genuß.
Das bis auf mich kein Regelneuling den Spielfluß behindert hat, ging das Spiel zügig voran und nach ca. 2,5h hatten wir eine Entscheidung.

Die Chain of Command gefallen mir ausgesprochen gut - sie bieten zum einen eine enorme Spiel- und Detailtiefe, historische Genauigkeit und lassen sich doch extrem flüssig spielen, fast sowas wie die eierlegende Wollmilchsau :-D

Im Nachgang betrachtet hätte ich mir noch so einiges an Verlusten und Schockpunkten sparen können, wenn ich die Möglichkeiten genutzt hätte, die die Regeln als Rahmen anbieten - Tactical als Stance und zum Vorrücken zu nutzen, beispielsweise.
Dabei nutzen die entsprechenden Einheiten quasi jede Möglichkeit zur Deckung aus, können dafür aber nur langsam vorrücken und nicht feuern.

Mächtig sind auch die CoC-Dice, die man definitiv nicht unterschätzen darf.
Zu Beginn jeder eigenen Phase wirft man seine Command Dice und jede geworfene 5 bringt einen Punkt auf den sogenannten CoC-Dice. Sobald man 6 Punkte angesammelt hat, erhält man einen CoC-Dice, mit dem man beispielsweise die laufende Phase des Gegners unterbrechen und stattdessen ein eigenes Team/Section aktivieren kann - eine mächtige Waffe.

Lange Rede gar kein Sinn - ich freue mich auf unsere nächsten Spiele mit der Runde!

Montag, 5. September 2016

Städtisches Aufgebot - Foot Serjeants Fleischergilde, fertig

Etwas verspätet, ist die erste Einheit Foot Serjeants für mein städtisches Aufgebot gestern fertig geworden, es fehlen damit noch eine weitere Einheit gleichen Typs, eine Einheit Men-at-Arms und die Mounted Serjeants.

Meiner Canon 350D merkt man bei solchen Bildern dann doch an, daß sie mittlerweile doch recht betagt ist (schlappe 10 Jahre) und der Autofokus ins Straucheln gerät - bei vollem Zoom sieht man gut, daß die Bilder nicht zu 100% scharf geworden sind; aber zu Weihnachten wird sie durch eine aktuelle 80D abgelöst, die dann auch noch ein lichtstärkeres Objektiv spendiert bekommt.

In Linie angetreten, Marsch Marsch!


Kehrt um!


in Kampfformation:


Es folgen ein paar Nahaufnahmen:



Durch die separaten Hände und Schilde lassen sich durchaus dynamische Posen verwirklichen, auch wenn die Foundry-Figuren soviele Jahre auf dem Buckel haben, wie die Kamera, die sie aufs Bild gebannt hat.


Die Standarte; wiederum freihand auf Kalligrafie-Papier gezeichnet, als Vorlage diente das Wappen der Zittauer Fleischergilde.
Nicht zu erkennen ist, daß ich auch auf der Fahne diesmal Lichter gesetzt habe; ich werde bei Gelegenheit ein neues Foto schießen, auf dem das ggf. besser rauskommt.

Grasbüschel und Blumen wie immer selbstgemacht.
Nicht zufrieden bin ich mit den Schilden, ich weiß noch nicht, wie ich da mit Licht und Schatten arbeiten soll - wer da einen Tipp etc. hat, kann den sehr gern als Kommentar loswerden ;-)