Sonntag, 30. Oktober 2016

Mahel Safari - Testfiguren

Um mich mal an die Wiedergabe der in Äthiopien vorkommenden Hautfarben heranzutasten, die von Dunkelbraun bis hin zu rötlichen Hauttönen reichen, habe ich einige Tests mit verschiendenen Farb- und Wash-Kombinationen gemacht und nachdem ich einige gut wirkende Schema gefunden hatte, wollte ich die Wirkung an komplett bemalten Figuren testen.

Ich habe also einige Figuren bemalt, wobei ich ein einheitliches Farbschema für Bekleidung etc. gewählt habe, damit die Wirkung der Hautfarbe auch im Vordergrund steht.

Letztlich habe ich mich für 4 Figuren entschieden, bei denen mich die Hautfarbe im Vergleich zu Vorbildfotos am meisten überzeugt hat und die ich dann so auch alle einsetzen werde.


Für die Bases habe ich selbst gesiebten Sand benutzt, mit unterschiedlichen Sandtönen und Washes abgetönt, selbstgefärbter und zerkleinerter Flock, den ich noch mit einem ausgebleichtem Grünton gebrusht habe und die Grasbüschel habe ich mit meinem Elektrostat aus einer Mischung aus bräunlichen 2mm, 4,5mm spätherbstlichen und 8mm strohfarbenen Grasfasern angefertigt.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Abyssinia Crisis: 1st Half-Platoon Mehal Safari - Umbauten Teil 2

Wie sich gezeigt hat, passen die Wolseley-Helme von Perry leider nicht zu den Figuren von Copplestone und Empress - die Perry-Figuren und entsprechend auch deren Helme sind einfach zu zierlich und sehen einfach nicht passend auf den zurechtgefeilten Köpfen aus, wie sich gezeigt hat.
Das ist ja auch auf den Fotos von Teil 1 gut zu sehen, entsprechend habe ich von vorne begonnen.

Das grundsätzliche Problem an den Figuren regulärer Einheiten der Äthiopier ist, daß in der Theorie die Mehrheit zwar Uniformen nach europäischem Vorbild trug, das Tragen von Schuhen aber außer für wenige Offiziere untersagt war - man glaubte, Schuhe würden die Beweglichkeit der äthiopischen Soldaten reduzieren.
Die möglichen Figuren hatte ich ja schon in Teil 1 vorgestellt - die Jungs wurden für kurze Zeit völlig kopflos und bekamen dann Köpfe von Woodbine angepaßt, in der Mehrheit solche mit dem Wolseley-Helm - hier eine Auswahl:


Den zusätzlichen Träger der Ersatzmagazine für die Lewis-LMG hatte ich schon in Teil 1 gezeigt, bei ihm habe ich entsprechend nur noch den Gurt in Form gebracht und den Verschluß der unteren Magazintasche modelliert.
Bei den beiden originalen Lewis-Gunnern habe ich unterhalb der Shorts bzw. der Beinwickel die Beine amputiert und durch passend bearbeitete Plastikbeine aus der Sudan-Box der Perrys ersetzt - eine ziemliche Frickelei, aber vom Aussehen her überzeugender, als das Abfeilen der Schuhe und Einritzen von Zehen.


Damit habe ich insgesamt genug umgebaute und originale Figuren für ein komplettes Platoon inkl. 2 LMG bereit und kann mich die nächste Zeit komplett auf das Bemalen konzentrieren.
Sobald das Platoon fertiggestellt ist, kommen die Optionen wie MMG und LMG auf Truck an die Reihe, die dann wieder jede Menge Umbauarbeiten erfordern werden, da es auch hier logischerweise keine fertigen Modelle gibt - ich habe aber schon einige passende Umbaukandidaten im Auge.

Samstag, 8. Oktober 2016

Zeitreisen: Deutsches Panzermuseum Munster

Im Sommer in kühlen Museumshallen unterzutauchen, um der Hitze zu entfliehen und dabei noch etwas für die eigene Bildung tun - für mich und meine Tochter war das in den Sommerferien verlockend genug, um uns auf die Fahrt gen Norden zum Panzermuseum Munster aufzumachen.
Und die letzten Tage hatte ich Muße, die Fotos zu sortieren und nachzubearbeiten.

Die Kombination aus schönem Wetter und Sommerferien sollte sich dann in Munster als durchaus zwiespältig Fotojäger erweisen - das Museum war gerammelt voll mit Besuchern aus ganz Europa, den Streckenrekord dürften sich an diesem Tag die Schweden gesichert haben, aber auch Briten, Belgier und vor allem Niederländer waren zahlreich vertreten.
Im Prinzip war es deshalb auch meist unmöglich, vor allem die absoluten Publikumsmagneten wie den Tiger und den Königstiger ohne Personen aufs Bild bannen zu können - da sollte man einen Munster-Besuch besser außerhalb der Ferien planen.

Im Vergleich zu meinem letzten Besuch vor ca. 10 Jahren hat sich unglaublich viel getan, nicht nur was die vergrößerte Sammlung betrifft, sondern auch deren Präsentation - die Fahrzeuge selbst stehen im Mittelpunkt, die Hintergrundinformationen sind angenehm unaufdringlich und es fehlt vor allem der erhobene Zeigefinger, den scheinbar viele Museen leider als ihre Hauptaufgabe sehen.
Klar, diese Informationen sind notwendig und wichtig, sollten aber nicht zum Hauptzweck werden, man kann und darf den Besuchern durchaus ein Mindestmaß an Mündigkeit zutrauen - und Munster macht das.

Vor dem Museum ein "kleines" Diorama - ein Leo verladen auf einem Schwerlastwagen Gattung SSyl der DB vor einer Verladerampe; solche Schwerlastwagen datieren schon auf die Zeiten der DR, wie man an den Diamond-Drehgestellen gut sehen kann.

Den Anfang des Rundganges machen Panzer vom Ende des 1. Weltkrieges und der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, ein Blickfang ist natürlich hier der in eine Landschaftsszene gesetzte Nachbau eines A7V - das Ding könnte man fix auch in ein Wochenend-Häuschen umbauen, ich kann darin trotz meiner 1,94m locker stehen.

Weiter gehts mit einem Renault FT-17 und einem Leichter Kampfwagen LK II, der mir vorher noch nie untergekommen war.


Als nächstes folgt ein Panzerkampfwagen 38(t)


Auch Fahrzeuge des Afrikakorps sind in der Sammlung von Munster vertreten - und nicht nur Panzer!



Und hier kommt der Publikumsliebling so ziemlich aller Besucher, wenn man mal die Umlagerung als Maßstab nimmt - hier ein Bild ohne Besucher hinzubekommen erfordert Geduld und vor allem Gelassenheit. Gerade wenn man denkt: "Jaaa, endlich freie Sicht!" ... latscht garantiert wieder irgend eine Schnarchnase vor die Linse und beim 4. Versuch war ich kurz vor einem Blutsturz ...
Wie auch immer - hier ist er, der Panzerkampfwagen VI "Tiger"

Einer der unmittelbaren Nachbarn ist nicht weniger berühmt, aber deutlich weniger gefürchtet - zumindest habe ich bisher nur von Tiger-, nicht aber von einer Panther-Fear gelesen, obwohl er von vielen Experten für die/eine der besten Panzerentwicklungen des Krieges gehalten wurde.
Nicht umsonst hat die französische Armee den Panther noch Jahre nach dem Kriegsende selbst eingesetzt.

An diesem Tag hatte das Kätzchen allerdings Magengrummeln, jedenfalls mochte es motormäßig nicht zum Leben erweckt werden und bedurfte mehrere Veterinäre, die Hand anlegten , um das Wehwechen zu kurieren.

Als nächstes einige Jagdpanzer - vom StuG, über den Jagdpanzer IV, Jagdpanzer 38(t) Hetzer, Jagdpanther hin zu einem sowjetischen SU-100 und einem britischen Achilles, der auf einem M10 basiert, aber mit dem deutlich potenteren 17-Pounder ausgestattet ist.






Auch von den Alliierten sind viele der bekannten Baureihen in der Sammlung des Panzermuseums vorhanden - u.a. ein T35-85, Comet und ein Sherman M4A1 (76mm).



Neben vielen weiteren beeindruckenden Fahrzeugen kann Munster u.a. auch mit einem Panzerkampfwagen VI Ausf. B Tiger II und vor allem einem extrem seltenen Sturmpanzer VI aufwarten, auch als Sturmmörser Tiger bekannt, meist aber kurz als Sturmtiger bezeichnet.


Aber auch die Fahrzeugsammlung der Nachkriegsjahre ist hochinteressant und umfaßt sowohl Fahrzeuge der Bundeswehr, der NVA, sowie NATO etc., dabei einige Exoten.

Die Briten hatten vor allem an ihre Besatzungen gedacht und ein umfangreiches Packsystem an den Panzern, damit kann man auch mal zum Camping aufbrechen *gg*

Breiten Raum nehmen natürlich die diversen Versionen des Kampfpanzer Leopard ein, neben moderneren Varianten ist auch einer der Prototypen zu sehen, genauer ein Kampfpanzer Standard Prototyp 2

Hier ein Leopard 1 A1A4 und ein M41 Walker Bulldog:


Die NVA ist u.a. mit einem T54AM, einem T55 AM2B, Schwimmpanzer PT-76 und einem BMP-1 vertreten.




Wem der Begriff "gläserner Panzer" nichts sagt, dem kann in Munster auch geholfen werden.

Und hier ein extrem interessantes Exemplar der Munster-Sammlung: ein Panzer mit Ladetrommeln, in dem Falle ein Kürassier.
Das sich das Konzept letztlich nicht durchgesetzt hat lag u.a. am Wiegeturm - die Dinger waren einfach nicht zu 100% dicht zu bekommen und damit waren sie sehr viel anfälliger gegen Einsätze von ABC-Waffen.

Hier noch weitere Beispiele - insgesamt ist die Sammlung viel zu umfangreich, als daß man von jedem Fahrzeug ein Bild zeigen könnte.
Auf dem letzten Bild ist ein Kanonenjagdpanzer, auch Jagdpanzer Kanone 90 mm oder Kanonenjagdpanzer 4–5 genannt, auf dem Freigelände des Panzermuseums zu sehen - Ähnlichkeiten mit dem Jagdpanzer IV kann er nicht verleugnen, wie im Vergleich mit dem Bild weiter oben klar zu sehen ist.



Zum Schluß noch ein Bild meiner mich von kleinauf in jedes Museum begleitenden Tochter, locker an einen Leo gelehnt.

Ich kann nur jedem, der sich auch nur im entferntesten für Panzertechnik interessiert den Besuch des Deutschen Panzermuseums in Munster wärmstens empfehlen - lohnt sich immer und in jedem Falle!

Konzept und Sammlungs-Schwerpunkte empfinde ich als absolut gelungen, viele Exponate sind sogar einzigartig - aber plant ausreichend Zeit ein, unter 3 Stunden kommt man da nicht raus, wenn man sich alles in Ruhe anschauen möchte.
Und wie gesagt - sollen Bilder ohne Menschenmengen geschossen werden, fahrt außerhalb der Ferien hin ;-)